Aufgewachsen auf dem Land. Historische Aufnahmen und Geschichten über Damals im Wendland. Der Landkreis Lüchow Dannenberg als Beispiel für das Leben auf dem Lande im 20. Jahrhundert.



 

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1952 .Großfamilie in Grabow

 

 

Ernst wird 70 Jahre und macht noch 10 Jahre mit großer Energie seine traditionelle Landwirtschaft weiter. 

Lina macht die Gastwirtschaft mit Fremdenzimmern, Versammlungen im Clubzimmer und großen Festen wie das Schützenfest. 

Lydia hat einen Sohn, sehnt sich nach ihrem Mann, der in der Ferne arbeitet und ist ebenfalls für die Gastwirtschaft zuständig. 

Elfriede übernimmt mit ihrem Mann Ernst Gebensleben den Laden und sie haben zwei Töchter.

Es gibt alles, was man im Dorfhaushalt braucht bis hin zu Geschirr und Wäsche. Hosenträger, Gürtelschnallen und Strumpfbänder. Geschenkartikel und Glückwunschkarten zu allen Anlässen. Auch jede Menge Spielzeug. Eingelegte Salzheringe in großen Fässern. Werkzeug und Eisenwaren. Der Wein im Regal heißt
„Kröwer Nacktarsch“.

Eigentlich ist der Laden im Winter kalt und schlecht beheizbar (Kanonenofen), Aber es herrscht immer Betrieb. Man kauft alles im Dorf ein und fährt selten in die Stadt. Und man hält sich hier gern zum Klönschnack auf. Meist stehen irgendwo ein paar Männer, die `nen Flachmann rumgehen lassen.
Hinterm Laden im dunklen und geheimnisvollen Lager findet sich nur Elfriede im Durcheinander von Kartonstapeln zurecht.

Es gibt auch eine Maschine zum Verschließen von Konservendosen, die vom ganzen Dorf gegen Gebühr benutzt wird.
Für technisch interessierte Leser hier eine ausführliche Recherche.

Ernst Grebien hat somit jetzt Enkel. 

Und wieder wachsen Kinder auf dem Lande auf.

Beim Opa darf der zukünftige Chronist aufs Pferd und beim Vater aufs Motorrad.

 
1956 wird Elfriedes älteste Tochter eingeschult.
Bis 1977 unterrichtet Lehrer J. Tribian (Sohn von A. Tribian   Rehbeck) alle Grabower und Beutower Schüler.
 
 

1954 erhält Dieter eine Arbeitsstelle in Behrens' Mühle in Lüchow und der unübersichtliche Betrieb in Grabow behagt ihm nicht. Ernst hat mit der Zeit diesen besitzlosen Schwiegersohn anerkannt und vermacht Lydia und Dieter das Haus seiner Eltern , das wir Anfang des Jahrhunderts als Hofstelle der Grebiens in Tarmitz kennen gelernt haben. Dort geht diese Doppelspur weiter.         

  Tarmitz  

 

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